
10 Mio. Euro für neues Healthtech-Netzwerk
Die Carl-Zeiss-Stiftung hat das interdisziplinäre CZS Health+Tech Network ins Leben gerufen und mit 10 Mio. Euro ausgestattet. In dem Netzwerk sollen fach- und institutionsübergreifend praktikable innovative Lösungen für anstehende Probleme in der Gesundheitsversorgung entwickelt werden.
In dem Anfang September gestarteten CZS Health+Tech Network der Carl-Zeiss-Stiftung wollen Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Informatik und Ingenieurwissenschaften gemeinsam an Lösungen für die Gesundheitsversorgung arbeiten. Dafür verbinden sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Feldern. Die acht Mitglieder des aktuellen Kernteams sind:
- Prof. Dr. Carsten Eickhoff (Informatiker und Professor für e-Health und Medizinische Datenwissenschaften an der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen)
- Univ.-Prof. Dr. med. Orlando Guntinas-Lichius (Professor für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde am Universitätsklinikum Jena).
- Prof. Dr. Walter Karlen (Ingenieur und Professor für Biomedizinische Technik sowie Leiter des Instituts für Biomedizinische Technik an der Universität Ulm)
- Prof. Dr.-Ing. Matthias Kuhl (Professor am Institut für Mikrosystemtechnik der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) sowie
- Prof. Dr. rer. nat. Peter Loskill (Professor für Organ-on-Chip-Systeme an der Universität Tübingen und am NMI – Institut für Natur- und Medizinwissenschaften sowie Direktor des 3R-Zentrums Tübingen für In-vitro-Modelle und Alternativen zu Tierversuche).
Für das interdisziplinäre Netzwerk stellt die Carl-Zeiss-Stiftung 10 Mio. Euro zur Verfügung.
Der Stiftungsgeschäftsführer Dr. Felix Streiter erhofft sich aus der Kombination der Bereiche neue Lösungsansätze, die die einzelnen Disziplinen so nicht entwickeln könnten. Denn Mediziner, Ingenieure und Informatiker würden Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Aber auch ihre Wege zur Lösung unterscheiden sich naturgemäß. Das alles zusammenzubringen, könnte tatsächlich dazu beitragen, anstehende Probleme in der Gesundheitsversorgung zu lösen.
In dem neuen Netzwerk sollen nicht nur einzelne Vorhaben gefördert werden. Es soll sich ein lernendes kollaboratives Netzwerk entwickeln, das Wissen bündelt, Synergien schafft und neue Kooperationen ermöglicht. Weitere Fellowships werden im nächsten Jahr ausgeschrieben.
Die Stiftung
Die 1889 von Ernst Abbe in Jena gegründete Carl-Zeiss-Stiftung fördert Wissenschaft und Lehre in den MINT-Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Finanziert wird ihre Fördertätigkeit aus den Dividendenausschüttungen der Stiftungsunternehmen Carl Zeiss AG und Schott AG.

Biotronik SE & Co. KG
Christina Nolte, Ernst-Abbe-Hochschule Jena
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